Text und Foto (verantwortlich): Lars Limbach

Besonderen Besuch durfte Realschule plus Daaden-Herdorf in diesen Tagen begrüßen: Der Schulreferent des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen und Wied, Prof. Dr. Horstmann, nahm sich Zeit, um sich persönlich über die mehr als profilbildende Arbeit der AG Friedenserziehung Geschichte zu informieren.
Im Mittelpunkt des Treffens stand ein lebendiger und intensiver Austausch über mehr als zwölf Jahre Friedensarbeit der AG an der Schule. Gemeinsam blickten Prof. Dr. Horstmann sowie die Schüler und verantwortlichen Lehrer Lars Limbach und Simon Imhäuser auf zahlreiche Projekte, Begegnungen und Initiativen zurück, die von mehreren Schülergenerationen getragen und gestaltet wurden.
Die AG Friedenserziehung Geschichte hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil des Schulprofils entwickelt. Mit Fahrten zu historischen Erinnerungsorten, internationalen Begegnungen, Zeitzeugengesprächen, Friedensaktionen sowie dem Einsatz der Friedensglocke setzen sich die Schülerinnen und Schüler aktiv für Demokratie, Versöhnung und ein friedliches Miteinander ein.
Prof. Dr. Horstmann zeigte sich beeindruckt vom nachhaltigen Engagement der Jugendlichen und würdigte insbesondere die Tatsache, dass die Friedensarbeit über viele Jahre hinweg von immer neuen Schülergenerationen weitergeführt wird. Dies sei ein starkes Zeichen dafür, wie gelebte Erinnerungskultur und Friedenserziehung junge Menschen prägen und Verantwortung für die Gesellschaft fördern können.
Im Gespräch wurde deutlich, wie wichtig Schulen als Orte demokratischer Bildung und friedlichen Zusammenlebens sind. Die Verantwortlichen der AG berichteten von ihren Erfahrungen und aktuellen Projekten, die zeigen, dass die Auseinandersetzung mit Geschichte nicht nur den Blick in die Vergangenheit richtet, sondern auch Orientierung für Gegenwart und Zukunft gibt.
Der Besuch von Prof. Dr. Horstmann machte deutlich, welche besondere Bedeutung die AG Friedenserziehung Geschichte für das Profil der Realschule plus Daaden-Herdorf besitzt. Eine enge Zusammenarbeit für die Zukunft wurde unter allen Beteiligten vereinbart.
Über mehr als zwölf Jahre hinweg haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler (aktive und ehemalige die mittlerweile die Mitgliederzahl von 70 Friedensbotschaftern überschreiten) gemeinsam mit ihren Lehrern Lars Limbach und Simon Imhäuser Verantwortung für Frieden, Erinnerung und Demokratie übernommen. Die Wertschätzung durch den Kirchenkreisvorsitzenden bestärkt die Schulgemeinschaft darin, diesen Weg weiterzugehen. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen zeigt die Friedensarbeit der Schule, wie junge Menschen zu verantwortungsbewussten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern heranwachsen können. Sie ist damit weit mehr als ein schulisches Projekt – sie ist ein lebendiger Beitrag für eine friedliche und demokratische Zukunft.